In Verstrüpp geht es um die gleichnamige fiktive Künstler*innengruppe, die in den neunziger Jahren der Metropole Berlin den Rücken kehrte und in die ostfriesische Provinz zog.
Anhand von Zeitzeugeninterviews mit Laiendarsteller*innen zeichnet die Arbeit das künstlerische und gesellschaftliche Wirken der Gruppe nach. Die fiktiven Kunstwerke werden durch Nacherzählungen in der Vergangenheit „realisiert“, inklusive möglicher Erinnerungslücken, Leerstellen und Widersprüche.
In einem vermeintlich kunstfernen Umfeld mit kunstfremden Akteur*innen befragt die Arbeit die Rolle der Kunst jenseits etablierter Kunstrezeption. Die Darsteller*innen werden zu Kritiker*innen der fiktiven Kunstwerke, doch partizipieren sie mit Vergnügen am kreativen Prozess der Erzählung.
Installationsansicht Stuttgarter Filmwinter Expanded Media Ausstellung 2025